Über die Jahre haben sich – neben Blockflöte und Violoncello – auch noch zahlreiche andere Instrumente bei mir »angesammelt«.

Da wäre zuerst einmal das Akkordeon. Damit habe ich als 5-Jähriger angefangen und es dann auch fleißig 5 Jahre lang geübt. Anfangs überwiegend Ländler, Walzer, Schuhplattler und Zwiefacher (wie in Bayern nicht anders zu erwarten), später auch mitreißende Märsche, feierliche Präludien und schwermütige Akkordeonphantasien. Was man als Kind gelernt hat, vergisst man nicht so schnell. Also kann ich das Akkordeon auch heute noch ganz anständig bedienen.

In der Schulzeit und auch etwas danach konnte ich mein Taschengeld gut mit dem Spielen der Orgel aufbessern. Was für meine Mitschüler die Ferienarbeit war, das war für mich der sonntägliche Gottesdienst. Spannend fand ich Vertretungsdienste außerhalb der Heimatgemeinde, weil eine fremde Orgel und ein noch unbekannter Pfarrer allerhand Überraschungen bieten konnten.

Nützlich bis heute sind mir meine Kenntnisse an der Gitarre, die ich erlernte, weil sie für Jugendfreizeiten erforderlich war und es nur mit Gitarre im Jugendgottesdienst so richtig schön rockt. Heute nütze ich die Gitarre gelegentlich bei freydanz als Ersatz für eine fehlende Laute. (Ach ja, Laute würde ich auch noch so gerne lernen, aber wann!?)

Nach kleineren Eskapaden, bei denen ich Bekanntschaft u. a. mit der Trompete und der Klarinette machen durfte, habe ich mich in den vergangenen Jahren zur Alten Musik hingewendet.

In diesem Zusammenhang fing es mit der Blockflöte an, und ich konnte einer Viola da Gamba nicht widerstehen, die ich nun hin und wieder, nur zum Vergnügen, im Gambenconsort mit anderen Studenten streiche.

Kräftiger Wohlklang

Meine Krummhörner, Ausschnitt

Vor einigen Jahren konn­te ich güns­tig ein kom­plet­tes Krumm­horn-Quar­tett er­wer­ben, da sich die In­stru­men­te in ei­nem sehr schlech­ten Zu­stand be­fan­den. Heute sind sie wie­der spiel­be­reit und be­tö­ren je­den, der sie hört, mit ih­rem kräf­ti­gen Wohl­klang.

Bemerkens­wert bei Krumm­hör­nern ist ins­be­son­de­re die In­to­na­tion. Auf dem Te­nor­krumm­horn z. B. kann man die tie­fen Tö­ne durch­aus ei­ne Terz nach oben oder un­ten zie­hen, ohne den Griff zu än­dern. Im Zu­sam­men­spiel macht das eine gu­te Kon­trol­le des Blas­drucks er­for­der­lich.

Das Bild zeigt die Wind­kap­seln mei­nes So­pran-, Alt- und Te­nor­krumm­horns.